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Sebastian Körbs

2015

Sebastian Körbs startet mit dem Konzept eines möglichen Verfahrens in unterschiedlichen Techniken: mal sind es Tiefdruck, Zeichnung oder Materialinstallation - im Grunde könnte er potentiell in jedem Medium arbeiten. Im Atelier 5 der Künstlerhäuser Worpswede arbeitete er im Rahmen seines Stipendiums zwei Monate an einem Tryptichon grossformatiger Zeichnungen. Hierfür startete alles mit einem Dripping von Tintenkleksen auf Zeichenkarton, die zu Ausgangspunkten für mit dem Linial gezogenen Bleistiftlinien wurden. Er folgt konsequent diesem anfänglich gesetztem Verfahren, auf der Suche nach dem Moment, in dem sich das Material von seinem Konzept zu emanzipieren beginnt und eine von ihm kaum steuerbares visuelles Eigenleben entwickelt. So bekommen die Zeichnungen hier auf Distanz durch die entstandenen Moirée-Effekte eine erstaunliche Tiefe. Man könnte sagen, dass Sebastian aus Koordinaten in seiner Arbeit Konstellationen entwickelt, die zu mehrdimensionalen Kartierungen des Raums werden. Diese überzeugen beidermassen: in ihrer ästehetische Präsenz, wie auch als Imaginationsraum ontologischer Ideen und Prozesse. In einem öffentlichen Atelierbesuch mit Interessierten aus Worpswede versuchten wir seiner Arbeit auf den Grund zu gehen.

Website Sebastian Körbs