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Idee und Geschichte

Portait Matrin Kausche

Die Künstlerhäuser Worpswede entstanden 1971 als Atelierwohnungen des gemeinnützigen Atelierhaus Vereins unter der Leitung des Grafikers Martin Kausche und waren die ersten ihrer Art in der Bundesrepublik Deutschland. Sie wurden nach Entwürfen von Walter Müller, Worpswede, gebaut und Sie waren als Lebens- und Arbeitsräume für internationale zeitgenössische Künstler der Sparten bildende Kunst, Klangkunst und Literatur konzipiert.

Im Zentrum der von Martin Kausche gegründeten Atelierhäuser Worpswede stand die Idee, dass Künstler über eine gewisse Periode ungestört in einer ruhigen Umgebung arbeiten können. Das Künstlerdorf Worpswede bietet dazu die perfekte Infrastruktur. Der große Anteil an Künstlern in der Bevölkerung ermöglicht den Gästen Anbindung, garantiert aber gleichzeitig eine gewisse Anonymität und ein relativ großes Verständnis für höchst unterschiedliche Positionen. Für den Erfolg der Stipendien waren neben dieser besonderes lokalen Anbindung zwei Faktoren bestimmend: Erstens die Garantie des Niveaus der Stipendiaten über eine Jury und zweitens die offene internationale Orientierung.

 

Von den Stipendien ging ein wichtiger Imagegewinn für Worpswede aus. Sie erinnerten daran, dass das Künstlerdorf keineswegs ein Freiluftmuseum ist, sondern ein Ort mit einem historisch geprägten überdurchschnittlich hohen Interesse an Kunst und Kultur. Obwohl die zeitgenössische Kunst nicht permanent sichtbar war, spielte sie eine Rolle im Selbstverständnis des Ortes. Langfristige Stipendien ermöglichten eine intensive künstlerische Auseinandersetzung und im Nachhinein scheint diese Intensität eines der Merkmale der Worpsweder Stipendien gewesen zu sein.

Luftaufnahme der AteliersVon 1996 bis 2009 wurden sie mit den Ateliers der Barkenhoff Stiftung gemeinsam betrieben. Über 400 internationale Künstler waren seitdem zu Gast und erhielten bis Ende 2009 Stipendien des Landes Niedersachsen. Unter den Stipendiaten befanden sich viele renommierte Künstlerinnen und Künstler wie Lili Fischer, Yuri Leiderman, Dan Perjovschi, Katharina Sieverding, Kurt Drawert, Egill Saebjoernsson, Daniel Knorr, Terry Fox oder Nairy Baghramian.

Als künstlerische Leiterinnen und Leiter waren in dieser Zeit Dr. Annette Hulek, Anne Frechen und Bernd Milla tätig.

Im Jahre 2009 fiel die Entscheidung, die Ateliers des Barkenhoff zu Museumsräumen umzubauen. Es verblieben trotz vielfältiger und massiver Proteste lediglich die fünf Martin Kausche Ateliers Vor den Pferdeweiden. Das Land Niedersachsen beendete die Stipendienförderung in Worpswede. Seit 2010 werden nur noch Wohnstipendien in den Martin Kausche Ateliers unter der Regie der Künstlerhäuser Worpswede e.V. angeboten. Der Verein  erfährt eine Neuausrichtung. Die Künstlerförderung soll ergänzt werden durch Workshops und durch die Zusammenarbeit mit Hochschulen.
( Fahneninstallation Rupprecht Matthies, 2007 )

 

Im Rahmen ihres Vermittlungskonzepts organisieren die Künstlerhäuser Worpswede ein Workshop- und Veranstaltungsprogramm insbesondere von international bekannten Künstlern wie auch ehemaligen Stipendiaten. Das Programm soll einem hohen qualitativen Anspruch gerecht werden.

Das Programm wendet sich primär an kunstinteressierte Einsteiger und Fortgeschrittene. In kleinen Gruppen werden die Teilnehmer/Innen mit zeitgenössischen Produktionspraxen vertraut gemacht. Eher kunsttheoretisch orientierte Kurse sowie Veranstaltungen wie z.B. Lesungen, Konzerte, Vorträge und Dialoge mit Künstlern ergänzen das Programm.Das Programm beginnt im Sommer 2010.

 

Die fünf Ateliers sind zwischen 50 und 110 qm gross, zweckmäßig eingerichtet und bieten einen großen Garten mit freiem Blick in die Natur und den weiten Horizont. Ein Atelier, vorrangig für Musiker oder Literaten, befindet sich in der Ortsmitte.

Zu den Künstlerhäusern gehört ein Druckwerkstatt mit professioneller Ausstattung, die nach Absprache mit benutzt werden kann. Eine Bronzegiesserei befindet sich im Ort.

 

Martin Kausche siehe Wikipedia

 

 

Worpswede das Dorf

Blick vom WeyerbergWorpswede liegt etwa 25 km nordöstlich von Bremen inmitten des Teufelsmoores. Bekannt geworden ist der Ort vor allem durch die Künstler, die sich hier am Ende des 19. Jahrhunderts angesiedelt hatten: Heinrich Vogeler, Otto Modersohn, Paula Modersohn-Becker, Rainer Maria Rilke und Clara Rilke-Westhoff begründeten u. a. die bis heute gepflegte Tradition Worpswedes als Künstlerdorf auch liebevoll “Weltdorf" genannt. Die reizvolle Landschaft, die historischen Stätten der ersten Künstlergeneration und zahlreiche Galerien ziehen jährlich viele Besucher an.

Worpswede gehört zum Netzwerk EuroArt, einem Zusammenschluss europäischer Künstlerkolonien.

www.worpswede.de

www.euroartcities.eu

 

Förderer

Die Gemeinde Worpswede und der Landkreis Osterholz leisten institutionelle Förderung und das Land Niedersachsen finanziert die Aufenthaltsstipendien der ausgewählten niedersächsischen Jahresstipendiaten. Die Albert Reiners Stiftung Worpswede und weitere Sponsoren unterstützen die Arbeit der Künstlerhäuser.

Aktuell

 


Kate Newby
Zur Zeit Gast in den Künstlerhäusern
Freitag, 27. August
Eröffnung der Ausstellung
CRAWL OUT YOUR WINDOW
In der GAK
Gesellschaft für aktuelle Kunst,
Bremen, Teerhof 


NEU!
Kursprogramm 2010

- Hier finden Sie das aktuelle Workshopprogramm in den Martin Kausche Ateliers -


NEU!
Veranstaltungen 2010

- Die Künstlerhäuser Worpswede präsentieren u.a. Lesungen und Vorträge. Informieren Sie sich hier. -

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