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Ausnahmezustand

2018

In diesem Jahr herrscht „Ausnahmezustand“ in Worpswede!

Mit diesem interdisziplinär angelegten Kunstprojekt setzen die Kuratoren Katharina Groth (künstl. Leiterin der Künstlerhäuser Worpswede) und David Didebulidze (Künstler aus Worpswede) im Ort Impulse, indem sie Künstlern einen Raum verschaffen, in dem freie und unabhängige künstlerische Projekte sich entwickeln und entstehen können. „Ausnahmezustand“ lädt zu Begegnung und Austausch ein und ergänzt mit ungewöhnlichen Orten und Aktionsformen die bisherige Ausstellungspraxis im Dorf. Das Ziel dieses „Ausnahmezustandes“ ist es, eine zeitlich begrenzte neue Plattform für die Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst und dem Künstlerort Worpswede zu schaffen.

Projektraum im ehemaligen Hotel „Eichenhof“ als Möglichkeitsraum

Zeitgleich zu den aktuellen Dorfentwicklungsdiskussionen und Zukunftsvisionen sehen Groth und Didebulidze einen großen Bedarf der Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst, doch die Plattformen dafür sind im traditionsreichen Worpswede rar. Um dem entgegenzuwirken arbeiten die Initiatoren des „Ausnahmezustandes“ im neuen Projektraum „Eichenhof“ mit Künstlern aus Worpswede und der Region. Darüber hinaus aber auch mit den aktuellen internationalen Gästen der Martin-Kausche-Ateliers wie auch mit ehemaligen Stipendiaten der Künstlerhäuser Worpswede.

Das ehemalige Hotel „Eichenhof“ (schräg gegenüber vom Barkenhoff Heinrich Vogelers) ist ein geheimnisumwitterter Ort. Ein Teil des brachliegenden Ensembles steht dank der Unterstützung des Investors Hans von Helldorff nun für eine künstlerische Zwischennutzung bereit. Einige der ehemaligen Hotelräume nutzen die Initiatoren Groth und Didebulidze von März bis September als Projektraum „Eichenhof“ für eine Reihe von kurzen Ausstellungsprojekten.

Doch genauso temporär, wie die Nutzbarkeit des Hauses sind auch die Interventionen. Regelmäßige, aber zeitlich auf nur wenige Tage begrenzte Gruppen-, Einzel- und Themenausstellungen (ca. 15 Projekte von insgesamt rund 30 Künstlern) machen die Ergebnisse von Diskussionen, Arbeiten und Projekten der von den Kuratoren eingeladenen Künstlern sichtbar und bieten den Worpsweder Bürgern, den Gästen und Interessierten eine Möglichkeit des Austauschs mit und über zeitgenössische Kunst. Das Projekt steht spontanen Entwicklungen offen gegenüber, die sich während der Laufzeit durch die Arbeit mit den Künstlern und im Ort selbst entwickeln können.

„Ausnahmezustand“ – Schwerpunkt auch in den Künstlerhäusern Worpswede

Der „Ausnahmezustand“ wird sich in diesem Jahr aber auch in den Künstlerhäusern Worpswede selbst bemerkbar machen. Er bildet den programmatischen Schwerpunkt der Arbeit von Groth, die seit Jahresbeginn die künstlerische Leitung des Vereins übernommen hat und Didebulidze, der sich seit langem aktiv an der Vereinsarbeit beteiligt. Zeitgleich zu der Ausstellungsreihe im Projektraum „Eichenhof“ planen sie in den Atelierhäusern und dem angeschlossenen Forum Arbeiten mit Künstlern, die den Fokus auf die dortige Kunstproduktion setzen. Neben skulptural anmutenden Arbeiten sind während der kommenden Monate performative Eingriffe bis hin zu sozial und ökologisch beeinflussten Projekten geplant.

ausnahmezustand@kh-worpswede.de
www.ausnahmezustand-worpswede.de

Das Projekt "Ausnahmezustand" wird unterstützt durch die Karin und Uwe Hollweg Stiftung