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KAHLSCHLAG

Jost Wischnewksi
(29.09. - 07.10. 2018)

Mobirise
Eröffnung: Sa, 29. September 2018, 14 Uhr
Begrüßung: Katharina Groth, künstl. Leiterin Künstlerhäuser Worpswede
Künstlergespräch: So, 7. Oktober 2018, 15 Uhr
Katharina Groth im Gespräch mit Jost Wischnewski

Wischnewski lebt heute in Worpswede, kam jedoch als Stipendiat der Künstlerhäuser Worpswede in den Ort. Mit seinem KAHLSCHLAG greift der Künstler auf einen selbst erlebten Ausnahmezustand zurück, ein Naturereignis. Mit seiner Installation transformiert er seine individuelle Wahrnehmung in den Projektraum "Eichenhof". Die jetzt auf den Eichenhof Bezug nehmende Arbeit "KAHLSCHLAG" steht stellvertretend für den ABBAU einer gewachsenen Landschaft und einen in die Zukunft gerichteten, kapitalorientierten AUFBAU.

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Mobirise

KAHLSCHLAG – Jost Wischnewski, Installationsansicht, Projektraum Eichenhof, 2018, Foto: Stefan Ringeling, © Jost Wischnewski / VG Bildkunst Bonn 2018


Das Projekt „Ausnahmezustand“ begann im März mit einer Gruppenausstellung von zeitgenössischen Künstler*innen, die in Worpswede leben, dem „Worpsweder Salon“ und das Projekt endet nun wiederrum mit einem Zeitgenossen aus dem Ort. Doch mit Jost Wischnewskis Einzelausstellung „KAHLSCHLAG“ wird nicht nur ein Künstler vorgestellt, der seit einigen Jahren in Worpswede Wurzeln geschlagen hat, sondern auch ein ehemaliger Stipendiat der Künstlerhäuser Worpswede.

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KAHLSCHLAG – Jost Wischnewski, Installationsansicht, Projektraum Eichenhof, 2018, Foto: Stefan Ringeling, © Jost Wischnewski / VG Bildkunst Bonn 2018


Im Projektraum „Eichenhof“ greift Jost Wischnewski auf einen selbst erlebten Ausnahmezustand zurück, ein Naturereignis. Nachdem der schwere Orkan Wiebke zum Jahresbeginn 1990 über Deutschland fegte, war Jost Wischnewski an der Bergung von, auf Schiefergestein, flach wurzelnden und umgestürzten Bäumen beteiligt und räumte Straßen und Wege im Bereich des Naturschutzgebietes im Neanderthal frei. Der Künstler konnte aus der Aktion einiges Material herausziehen, das er zunächst zur Trocknung einlagerte. Später verwertete er das Buchen-, Eichen- und Eschenholz und fertigte daraus großformatige Buchstaben.

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KAHLSCHLAG – Jost Wischnewski, Installationsansicht, Projektraum Eichenhof, 2018, Foto: Stefan Ringeling, © Jost Wischnewski / VG Bildkunst Bonn 2018

Mit „KAHLSCHLAG“ präsentiert Jost Wischnewski im ehemaligen Restaurant unmittelbar neben dem offenen Kamin diese Holzbuchstaben, auf Paletten gestapelt. Der Inhalt der beiden dort gelagerten Sätze bleibt sichtbar verschlüsselt. Die Skulptur ist mit einem Sicherheitsabsperrband umwickelt. Dieses Band führt vom Eingang des Gebäudes hin zu der skulpturalen Arbeit und von dort aus in weitere Räume der Ausstellungsfläche. Das Absperrband dient dem Besucher als Orientierungshilfe und somit als Wegeleitsystem zu weiteren Stationen der gesamten Installation.

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KAHLSCHLAG – Jost Wischnewski, Installationsansicht, Projektraum Eichenhof, 2018, Foto: Stefan Ringeling, © Jost Wischnewski / VG Bildkunst Bonn 2018

Wischnewski thematisiert mit „KAHLSCHLAG“ die beschleunigte Veränderung einer bekannten Kalkabbaulandschaft und transformiert somit einen befristeten Zeitraum seiner individuellen Wahrnehmung an diesem Ort. Die jetzt auf den Eichenhof Bezug nehmende Arbeit „KAHLSCHLAG“ steht stellvertretend für den ABBAU einer gewachsenen Landschaft und einen in die Zukunft gerichteten, kapitalorientierten AUFBAU.

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